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21.04.-10.05.2017
route
Selbst geplant: unsere Route über nord-west-Kuba. Planeada por mi: nuestra ruta por Cuba del nort-oeste.

Rundreise durch Nordwest-Kuba

Mal wieder viele Eindrücke sammeln in einer ganz anderen Welt.

Für die 2,5-wöchige Route hab ich alle Unterkünfte vorgebucht, da anscheinend das beste sonst schon voll ist. Man übernachtet am schönsten in sogenannten "casas particulares", d.h. bei Privatpersonen zu Hause, die 1-2 Zimmer an Touristen vermietet. Die Leute sind sehr nett und hilfsbereit. So gibt es immer einen Cousin o.ä., der einen rumfährt, führt oder bekocht.

Erstmal aklimatisieren in Havanna. Ganz schön heiß und feucht hier. Aber wir wollten es ja warm ;)

Unsere erste Aktivität, Geld tauschen, entschleunigt uns direkt kräftig. Trotz ewig langer Schlange, gerät von den Angestellten hier keiner aus der Ruhe. Und jeder hat eine bestimmte Aufgabe, da ist nichts mit aushelfen und auch mal Geld wechseln.

Es gibt jede Menge zu sehen und zu tun. Wir sind überwältigt.

2. Stop ist Terrasas. Hier lässt uns das Taxi compartido mitten im Nichts bei unserer casa raus. Eine 180 Grad-Umstellung. 4 km sind es zum Nationalpark mit Wanderwegen, Aussichtspunkten und dem Künstlerdorf, das es nur gibt, weil die Abholzung einiger Bäume verhindert werden sollte. Diese wachsen nun mitten durch die Häuser.

Mit dem viazul-Bus, der pünktlichst kommt, nachdem wir vorsichtshalber schon 1 Stunde an der Haltestelle stehen, fahren wir nach Viñales. Unsere casa particular betreibt die Mutter eines Freundes meiner Freundin YWi. Wir bringen ein Blutdruckgerät und Babyklamotten mit. Der Familie geht es gut. Mit den Touris verdienen sie ordentlich Geld. Alles ist neu, sauber, kühl und schön. Wir radeln in der Bruthitze zu coolen Höhlen (1 davon mit Flussfahrt), besuchen eine Tabakfarm und genießen die schöne Landschaft.

Von hier machen wir einen Tagesausflug an die Karibikküste: Cayo Jutía, der schönste Strand auf unserer Reise. Nach einem Hummer-Dinner raffen wir uns auf zum salsatanzen. Hui!

Ruta por Cuba del nort-oeste

Muchas impresiones nuevas de un mundo diferente.

Dos semanas y media organizados por mi por adelantado para no quedarnos sin la habitación que queríamos ni sin un billete de autobús.

Nos quedamos en casas particulares que alquilan 1 o 2 habitaciones a los turistas ricas. La gente es muy amable.
havana
Stau gibt es hier keinen, aber gut befahren sind Havannas Straßen schon: Kutschen, Fahrradrikschas, Cocotaxis, Busse, jede Menge Oldtimer und und und. Atascos no hay, pero las calles de La Habana están bien usadas: carruajes, bici-taxis, coco-taxis, buses, clásicos...

havana
Havannas Straßen sind schön bunt. Vorne. Um eine Ecke geguckt sieht alles ganz schnell anders und sehr verkommen aus. Las calles de La Habana brillan de todos los colores. La primera fila. Dando la vuelta te encuentras casas a punto de caerse.

lichträder
Es gibt mehr "clasicos", also Oldtimer als erwartet. Mal mehr, mal weniger gut erhalten. wer hier ein Auto besitzt muss ein bisschen Mechaniker sein. El tiempo nos mima. La nieve es trucha.
vinales
Das Tal von Viñales ist geprägt von "Mogotes", den runden Felsblöcken, die ein bisschen Leben in die Fläche bringen. Rote Erde, Palmen und Landarbeit ergänzen das Bild. Wunderschön. Los mogotes, colinas redondas decoran el valle de Viñales con su tierra roja, la vegetación verde jugoso y las fincas. Muy chulo.
tabakfarm
Das ist Raúl. Tabakbauer. Und das macht er nicht erst seit gestern. Er erklärt wie es läuft. Ich übersetze für Martina. Les presento Raúl. Campesino de tabaco – y no sólo desde ayer. èl nos explica como van las cosas.
strandauto
Ein Tagesausflug führt uns nach Cayo Jutías. Karibik. So hatten wir uns das vorgestellt. Wow! Una excursión nos lleva a Cayo Jutías. Caribe. Así nos lo habiamos imaginado. Guau!

Mit einem geteilten Taxi machen wir uns auf an die Südküste. Auf der Fahrt erfahre ich, dass ein Oldtimer ca. 6.000 € kostet, ein 25 Jahre alter Wagen 20.000. Verrückt! Ein Taucherparadies neben flamingobelagerter Sumpflandschaft wartet auf und in Playa Larga an der Schweinebucht. Wir erschrecken ein bisschen als wir den Ort ohne befestigte Straßen erreichen, aber das guckt sich schnell weg. Bei Schnorcheln verbrennen wir uns ordentlich den Rücken, aber sehen tolle Fische und Pflanzen.

In Playa Giron nehmen wir noch das obligatorische Revolutionsmuseum mit. Dieser Ort ist schlimm. Es gibt nur 1 All-inklusive-Hotel mit schrecklichen Beton-Wellenbrechern. Das war`s. Der Bus ist mal wieder pünktlich und es geht weiter nach Cienfuegos. An der Spitze der Landzunge stehen Einheimische mit Sonnenschirmen bis zum Bauchnabel im Wasser und schnacken. Gechillt. Wir trinken mit einer Gruppe Mojito. Sie sprechen von untragbaren Zuständen und Unzufriedenheit mit dem System. Dann werden wir an ein Restaurant vermittelt, wo dann ein Bier für den Vermittler auf der Rechnung auftaucht. Ok.

Mit Zwischenstop Wasserfall "El nicho" geht's nun nach Trinidad, einem schönen Städtchen, in dem die Zeit stehengeblieben scheint.

terrasse
Unsere eigene Terrasse in Playa Larga. So lässt es sich aushalten. Nuestra propia terraza en Playa Larga. Así se lo pasa de maravilla.
schulbus
In der Schweinebucht, muss man Fische gucken. Mit einem alten Schulbus geht es zum Schnorcheln. En la Bahía de Cochinos hay que mirar peces. Con el bus de cole viejo nos vamos a hacer esnórquel.
schulbus
Cienfuegos: Die schwarzen Punkte im Hintergrund sind Einheimische, die Abkühlung im Meer suchen. Cienfuegos: los puntos al fondo son Cubanos que se refrescan en el mar.
tuerkis
Türkisfarbenes, klares Wasser. Mit vilen bunten Fischen. Und gratis dazu Sonnenbrand auf dem Rücken. Anfängerfehler! Agua turquesa y clara con muchos peces coloridos. Y nos quemamos las espaldas. Vaya principiantes!
wasserfall
In Cienfuegos regnet es und ich hab Zeit mich mit nem Einheimischen zu unterhalten. Die Stimmung ist nicht so gut. Die Armut und Aussichtslosigkeit treibt die Kubaner um. En Cienfuegos llueve y tengo tiempo para hablar con un Cobano. La poebreza y falta de perspectiva frustra a la gente.
wasserfall
Wir legen noch einen kühlen Zwischenstop ein bei "El Nicho". Einem perfekten natürlichen Schwimmbecken mit Wasserfall. Traumhaft. Jetzt müssten nur noch die anderen Leute weg. Una parada fresca hacemos en "El Nicho", una piscina natural perfecta con cascada. Parece de sueño.
trinidad
Trinidad ist zwar ein Touristenmagnet, zeigt sich aber teilweise recht unbeeindruckt davon. zum Glück. Trinidad atrae muchos turistas, pero en algunos rincones no se muestran muy impresionados por ellos. Menos mal.

Von Trinidad aus fährt man mit dem Bähnle ins Valle de los Ingenios, wo früher Sklaven zu Hauf auf Zuckerplantagen schufteten. Die nahe Playa Ancón lockt uns am 2. Tag. Ansonsten schwingt hier viel Live-Musik, v.a. Salsa durch die Gassen. Eine schöne Stimmung. Im hinteren Teil der Stadt wird man allerdings von Cubanos für Shampoo oder Kulis angehauen.

Der nächste Stop heißt Santa Clara. Hier ist Ché begraben und alles dreht sich um ihn. Der Stadt scheint es gut zu gehen: die Läden bersten vor Konsumgütern. Das hatten wir uns trotz öffnung des Landes irgendwie anders vorgestellt. Was ein Wandel!

Jetzt haben auch wir uns was gegönnt und uns in ein *****-Sterne-All-Inclusive in Varadero eingemietet. Schwupps kratzt uns der Hals vor Kälte und wir essen und trinken viel zu viel. Die Karibik zeigt sich ganz schön wild und ähnelt der Nordsee. Wellen, Wind, Schwimm- und Segelverbot heißt das. Mist! Trotzdem schön.

terrasse
Mit ner alten Bahn geht's durchs Valle de los Ingenios. Hier gelangten Zuckerbarone zu viel Reichtum dank ihrer Sklaven. Con un tren viejo se pasea por el Valle de los Ingenios dónde se acumularon fortunas con el azúcar a coste de los esclavos.

DIE Palme
Und Pause. Ein Tag am Strand. Playa Ancón. Y pausa. Día de playa en Playa Ancón.
bar
In Varadero gönnen wir uns all inklusive. Direkt neben der schönen Dupont-Villa. En Varadero vamos de all inclusive al lado de la casa Dupont.

Vorletzter Halt ist Matanzas. Hier gibt es ein tolles Apothekenmuseum. Die Leute sind aber nicht übermäßig nett. Auch nicht in unserer casa.

Jetzt haben wir nur noch 2 Tage in Habana. Die nutzen wir, um auf die Fortaleza zum Kanonenschlag zu gehen. Die schießen tatsächlich jeden Abend eine Kugel in den Kanal :o

Wir unterhalten uns mit netten Menschen und bekommen von Locals durch die Wohnzimmergitter Cafe verkauft, werden von einem Studenten auf eine Stadtbusfahrt eingeladen, der nur so staunt, was Touristen für alles zahlen müssen. Wir werden andererseits schwer abgerippt vom Coco-Taxi und nach mehr Geld für ein paar Auskünfte gefragt. Der Friedhof mit seinen Prunk-Mausoleen und Statuen ist beeindruckend das heißersehnte Eis von Coppelia nicht lecker.

terrasse
Ché, Fidel, Martí... überall finden sich Abbilder der Großen. Ché, Fidel, Martí... están presentes por todos lados.
<bar
Typische Bar mit ohrenbetäubender Musik. In Santa Clara. Bar típico con música que te deja sorda. Santa Clara.

Continuará...

domino
Matanzas ist auch recht unbeeindruckt von der neuen Flut an Ausländern. Domino ist im Land ganz groß. Matanzas no cambia por un par de turistas. Se juega mucho al domino en Cuba.
domino
La Habana: ein bisschen wie der Friedhof in Buenos Aires: Necrópolis Cristóbal Colón mit beeindruckenden Monumenten. La Habana: un poco como el cementerio de Buanos Aires: Necrópolis Cristóbal Colón con impresionantes monumentos.
bar
Zum Abschluss nochmal Havanna. Al final otra vez La Habana.

Alles in allem war es super. Wir haben unfassbar viel gesehen und erlebt und freuen wir uns irgendwie auch auf unsere Luxus-Wohnungen daheim, wo man z.B. Klopapier direkt in die Toilette werfen kann und mit Leitungswasser Zähne putzen und so. Die kleinen Freuden des Lebens.

bar
Faszinierend ist der Kult der Santería und die Künstlerszene in der Hauptstadt. Fascinante es el culto de los Santería y el mundo artístico de la capital.

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Eine große Insel